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Biofolie - Eine Lösung für die Zukunft ?

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Als Hersteller und Anbieter von Kunststoffverpackungen sind wir uns der Verantwortung – was die Nachhaltigkeit und den Umweltschutz betrifft – sehr bewusst.

Wir sind ständig auf der Suche nach nachhaltigen Alternativen zur herkömmlichen Kunststofffolie.

Mehr und mehr rücken Biokunststoffe und –folien ins öffentliche Interesse. In den letzten Jahren hat sich eine junge und innovative Branche etabliert, die daran forscht, das Problem der knapper werdenden Rohstoffe zu lösen. Auf diesen Trend sind in der Zwischenzeit auch viele namhafte Unternehmen aus Handel und Vertrieb aufmerksam geworden. Sie versuchen damit, dem wachsenden ökologischen Bewusstsein vieler Menschen Rechnung zu tragen.
Es stellt sich jedoch die Frage, ob überall, wo Bio draufsteht auch wirklich Bio drin ist. Somit schauen wir uns die nachfolgend genannten angeblich biologischen Alternativen zur herkömmlichen Kunststofffolie an und räumen ein paar bestehende Mythen zu diesem Thema auf.

Biofolie ist nicht gleich Biofolie – das sollten Sie wissen

Der Begriff Biofolie kann grundsätzlich in drei Kategorien aufgeteilt werden.

 

  1. Oxo-based-Folien

    Bei diesen Folien wird ein herkömmlicher, rohölbasierter Kunststoff mit Metallsalzen versetzt, was dazu führen soll, dass sich die oxo-abbaubaren Kunststoffe vollständig auf dem Kompost zersetzen. Das entspricht allerdings nicht der Wahrheit, da Kleinstpartikel, das sogenannte Mikroplastik, bestehen bleiben. Von daher wäre es extrem umweltschädlich, diese Folien auf dem Kompost zu entsorgen. Sie sollten sich auf jeden Fall über die tatsächliche Zusammensetzung der Folien informieren, wenn mit der Kompostierbarkeit dieser Folie geworben wird. In der EU gilt mittlerweile ein striktes Verbot von oxo-abbaubaren Kunststoffen, so dass man auf den Einsatz dieser Folien besser verzichten sollte.


  2. Bio-based-Folien

    Bio-based (biobasierte) Kunststofffolien stellen eine weitere angeblich biologische Alternative dar. Auch hier sollte man genau hinschauen: biobasiert heißt in diesem Zusammenhang nur, dass ein bestimmter Anteil des Ethylens, welches zur Herstellung der Folien genutzt wird, aus nachwachsenden Rohstoffen stammt. Hierfür werden u.a. Stärke, Zucker und Cellulosebasis aus Zuckerrohr verwendet. Der Rest ist normales Ethylen, dass aus Rohöl gewonnen wird. Die prozentuale Zusammensetzung ist auch nicht klar definiert. Ein Anteil von lediglich 20 % Ethylen aus nachwachsenden Rohstoffen ist ausreichend, um die Folie als biobasiert zu deklarieren. Biobasierte Folien sind nicht biologisch abbaubar und dürfen nicht als Bioabfall entsorgt werden.
    Des Weiteren ist zu erwähnen, dass das Regenerat aus nachwachsenden Rohstoffen, das beim Recycling gewonnen wird, eine deutlich schlechtere Qualität hat. Also das heißt, je höher der Anteil an Bio-Ethylen, desto mehr Material wird benötigt, um die Folie wieder aufzubereiten. Dieses hat bei bis zu sieben möglichen Recycelzyklen eine sehr hohe Auswirkung auf den Energie- und Ressourcenverbrauch. Als positive Eigenschaft sollte die Lebensmitteltauglichkeit und die guten mechanischen Eigenschaften nicht unerwähnt bleiben.

  3. Komplett biologische Folien

    Die letzte Alternative sind die komplett biologischen Folien. Ist das die Lösung für die Zukunft?
    Diese bestehen aus 100 % nachwachsenden Rohstoffen und werden z. B. aus Weizen-, Kartoffel- oder Maisstärke hergestellt. Sie können als Bioabfall oder als Gartenkompost entsorgt werden. Mikrobiologischer Abbau bei Temperaturen größer als 60 °C innerhalb 6 Monaten zu 90 % der Masse in Kohlendioxid. Die Folien sind milchig transparent bis zu einer opaken Erscheinung. Aber auch dieser vielversprechende Ansatz bringt einige Probleme mit sich. Die Qualität, z. B. die Reißfestigkeit dieser Biofolien ist nicht gut, um sie effizient als Schrumpffolien für Verpackungen zu verwenden. Für den Anbau der Rohstoffe wie Kartoffeln oder Mais werden sehr große Flächen mit Monokulturen benötigt, die alles andere als ökologisch sind, wenn man die Artenvielfalt oder Biodiversität berücksichtigt. Diese Folien sind lebensmittelunbedenklich und werden hauptsächlich für Verpackungen mit kurzen Lebenszyklus als "Short-life-packaging" angeboten.

 

 

Biofolien in der Anwendung

Aus unserer Sicht ist keine der bisher zur Verfügung stehenden Alternativen, hochwertig und nachhaltig genug, um komplett auf die klassischen Kunststoffe verzichten zu können. Ferner ist es keine Lösung für den Anbau von Monokulturen großflächig Regenholzgebiete abzuholzen.

 

Unser Eigenprodukt rLDPE ist die beste Alternative zu Biofolien. Garantierte Herstellung aus sortenreinen Produktionsabfällen zur vielfachen Wiederverwendung. Verantwortungsvolle Entsorgung macht rLDPE zur umweltschonenden Alternative zur Biofolie.